Aus Doppelpunkt vom 08.01.2013, 20:03 Uhr

Indien – ein tödlicher Platz für Mädchen

08.01.2013, 20:03

India – a deadly place for girls

Zwei Vergewaltigungen in Indien haben in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Diese zwei Fälle wurden publik, die meisten kommen aber gar nie ans Licht. Und eigentlich beginnt die Gewalt gegen Frauen und Mädchen viel früher – nämlich schon vor der Geburt.  In Indien haben Kindstötungen und Abtreibungen Tradition. Sowohl ärmere Familien auf dem Land als auch wohlhabende Eltern in den Städten treiben ihre Mädchen ab – Schätzungen sprechen von 50‘000 abgetriebener weiblicher Föten pro Monat. Auch die letzte Volkszählung Indiens belegt dies: auf 1000 Knaben zwischen 0 und 6 Jahren kamen 2011 nur 914 Mädchen, das schlechteste Geschlechterverhältnis seit der Unabhängigkeit Indiens 1947.

 

Two rapes in India have made headlines in recent weeks. These two cases have been publicized, but most never even come to light. And actually, the violence against women and girls start much earlier – that even before birth. In India, infanticide and abortion are tradition. Both poorer rural families and wealthy parents in the cities push off their girls -estimates put 50,000 of aborted female fetuses per month. The last census of India is this: to 1000 boys between 0 and 6 years 2011 came only 914 girls, the worst sex ratio since India’s independence in 1947.
«Geld bringen die männlichen Familienmitglieder»

 

«Indien ist eine sehr patriarchale Gesellschaft», sagt die indische Professorin Shalini Randeria, die seit Jahren in der Schweiz lehrt. Zwar helfen die Mädchen im Haushalt bis zu ihrer Heirat, aber Geld bringen die männlichen Familienmitglieder. Mädchen hingegen kosten, spätestens dann, wenn sie verheiratet werden sollen: Denn obwohl die Mitgift verboten ist, zahlen Eltern für ihre Töchter eine Mitgift zum Teil in der Höhe eines Jahreslohnes. Kommt hinzu, dass die Mädchen nach der Heirat ihr Elternhaus verlassen und zur Familie des Mannes ziehen.

 

Males of the family bring the “Money»

“India is a very patriarchal society,” says the Indian professor Shalini Randeria, who has been teaching for years in Switzerland. While the girls help in the household until her marriage, but male members bring money to the family. Girls on the other hand cost,  when they are to be married, because although the dowry is illegal, parents pay a dowry for their daughters  equal to one year salary. Is added that the girl leave her parents’ home after marriage and belongs to the family of the man .

Ultraschallkliniken schiessen wie Pilze aus dem Boden

 

Zudem wird auch in Indien die Zwei-Kind-Familie immer populärer und somit der Wunsch nach einem Sohn immer grösser – spätestens beim zweiten Kind. Zwar ist das Bestimmen des Geschlechts der Föten seit 1994 verboten, doch Ultraschallkliniken schiessen wie Pilze aus dem Boden und mit leichten Ultraschallgeräten, die man ins Auto packen kann, kommt man in den hintersten Winkel des grossen Landes. «Die Ärzte und das medizinische Personal in Indien profitiert davon und auch für die Industrie ist es ein gutes Geschäft», meint Sabu George, ein Aktivist in Neu Delhi, der sich seit über 20 Jahren gegen die Abtreibungen einsetzt.

 

Frauen, die Mädchen geäbren, haben einen schweren Stand

 

Diesen Wunsch nach einem Sohn bekam auch Mitu Khurana zu spüren, als sie vor gut sieben Jahren mit Zwillingen schwanger wurde. Schnell kam die Diskussion rund um das Geschlecht der Kinder auf – nicht bei ihr, sondern bei ihrem Mann und seiner Familie, mit der sie ganz nach indischer Tradition, zusammen wohnten. Nur mittels eines Tricks gelang es ihrem Mann und seiner Familie, das Geschlecht zu bestimmen: zwei Mädchen. Diese sollten nicht zur Welt kommen, wäre es nach dem Willen ihres Mannes gegangen, der fortan versuchte, seine Frau zu töten oder eine Fehlgeburt auszulösen, was ihm auch halbwegs gelang: Die Kinder kamen viel zu früh zur Welt. Doch sie und ihre Mutter überlebten.

 

 

Ultrasound clinics springing up like mushrooms

Moreover, in India, the two-child family is becoming more popular, and thus the desire for a son ever increasing – at least for the second child. While determining the sex of the fetus has been banned since 1994, but ultrasound clinics spring up like mushrooms, and with light ultrasound devices that can be packed into the car, you can reach the farthest corners of the vast country. “The doctors and medical staff in India benefit and also to industry, it’s a good deal,” says Sabu George, an activist in New Delhi, which has been working since more than 20 years against abortion.

Women who geäbren girls have a hard time

This desire for a son also received Mitu Khurana felt when she was pregnant with twins A little over seven years ago. Quickly arrived at the discussion surrounding the gender of the child – not with her, but with her husband and his family, with whom it all the way to Indian tradition, lived together. Only by means of a trick succeeded her husband and his family, to determine the sex: two girls. This should not come into the world, it was up to the will of her husband, who tried now to kill his wife or cause a miscarriage, which he could even reasonably: The children came into the world too early. But they and her mother survived.

Gesetz wird nicht umgesetzt    Zurück zu ihrem Mann wollte die junge Mutter jedoch nicht mehr, denn dieser zeigte kein Interesse an seinen Töchtern. Mitu Khurana zeigte daraufhin ihren Mann an. «Die Polizei und die Politiker aber machen mich zur Schuldigen, nicht meinen Mann. Ich soll ihm doch einfach einen Sohn schenken, sagten mir die Polizisten, die mich schützen sollten», erzählt Mitu Khurana. Für sie tragen v.a. die Politiker und Behörden die Verantwortung für die Abtreibungen weiblicher Föten, denn sie setzten das Gesetz nicht um. Law is not enforced back to her husband wanted the young mother but no longer, because this showed no interest in his daughters. Mitu Khurana was then at her husband.”The police and the politicians make however to me guilty, not my husband, I should not hesitate to give him a son, told me the police were supposed to protect me,” says MituKhurana. For they wear v.a. the politicians and the authorities responsible for theabortion of female fetuses, because they put the law not to.
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Author: savedaughters19

This is a coverage of my struggles to save my daughters.I am thank full to my parents not only for Not killing me ,but also helping me save my daughters... My dream- A big shelter house for women who want to give birth to their daughters and raise them up with dignity and self respect , but have to fight their own families to do so. Will have medical facilities and facilities for legal aid. will have training centers for vocational courses so that they can stand up on their own two feet and stop the dependency on their husbands for finances, A child care center run and managed by the inmates, A kitchen and a vegetable farm run and managed by the inmates. At present only a dream.... But with grace of God will become a reality. God will show the way and means to achieve the dream.

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